Trainer-C-Kompaktausbildung in Hennef

Geschrieben von Katharin Dziuba am .

… das war das einzige, was wir wussten, als wir am Morgen des 28. Juni zur Sportschule Hennef anreisten, um diese Ausbildung in 9 Tagen durchzuziehen. Nach dem fast alle pünktlich erschienen, gab es erstmal eine Vorstellungsrunde, wo dann auch der letzte nach einer recht großen Verspätung ankam, und uns wurde der Plan dargelegt. In diesem Moment wurde uns 30 Teilnehmern im Alter zwischen 16 und 58 Jahren klar: Dies wird kein Zuckerschlecken.  
Doch im Nachhinein können wir sagen, dass unsere Referenten Jennifer Goldschmidt und Frank-H. Günter, mit DJB-Hilfe von Ralf Lippmann, diesen Lehrgang nicht eintönig, langweilig und nervend gestaltet haben, sondern gaben mit kleinen Spielchen in der Praxis uns die Idee, was alles, was wir in der Theorie gelernt hatten, genau ist und wie wichtig das für unsere ‚Arbeit‘ auch ist. Zwischen Theorie und Praxis standen auch unsere Lehrproben an, die einige unserer ‚älteren‘ Herren nutzen, um mal ganz wieder Kind zu sein... Manche auch dann außerhalb… Auch gab es technische oder Verständigungsprobleme… Es zeigte sich, dass einige eher schüchtern waren, die anderen hatten das „Dominantheits-Gen“, gewisse Leute zeichneten sich auch als unsere „Streber“ aus… Allgemein war unsere Gruppe am Anfang etwas distanziert untereinander, doch dann ging dieses Verhältnis ins familiäre, wo auch „neue Freundschaften geknüpft wurden“. Auch Fehler hatten sich eingeschlichen, die niemanden auffielen außer den Referenten: „Geräuschvoll und leise…“ „Achillesferse…“  Es gab auch neue Techniken wie der „Breakdancer“… Doch auch unsere Referenten kannten nach einigen Tagen die Namen von gewissen Leuten nicht: „Du da… Öhm… Ja… Blondie…“ Auch gewisse Leute trugen ihren eigenen „Bonus“ und konnten sich (fast) alles leisten, während andere nicht mal bedacht werden, dass sie etwas zum Unterricht beitragen möchten: „War das eine Meldung?“ „Nee…“ „Hätt ich auch nicht gedacht…“ Doch auch unsere Referenten sprachen Sätze aus, die uns zum Lachen brachten: „Was hinten gut geht, geht auch vorne gut…“ Es wurde auch zweimal als Einheit Randori angeboten. Eigentlich sollte es nur eine sein, doch dann gab es eine Verletzung, die uns erstmal richtig geschockt hatte: Einer unserer Kameraden hatte sich die Schulter ausgekugelt. Doch als er dann im Krankenwagen Liedchen sang, war uns klar, dass er wiederkommen würde. Und dies tat er auch, zur Freude aller.
Doch trotz, dass wir größtenteils im Seminarraum oder in der Judohalle waren (und das bei schönstem Wetter), gab es auch ein Leben außerhalb. Und dieses ‚Leben‘ wurde richtig gefüllt – natürlich erstmal mit dem Public Viewing des EM-Finals: „Wenn Gomez eingewechselt wird, dann haben wir verloren…“ ‚75. Minute – Gomez wird eingewechselt.‘ „Also ich geh dann mal hoch…“; Saunagängen mit unseren-„U11ern“; morgendlichem Schwimmen; abendlichen Gesprächen im Bistro und auch einem Kegelabend mit sogenannter „Witzstrafrunde“. Besonders nach diesem Abend waren viele der Teilnehmer so merkwürdig müde, als sie zum Frühstück erschienen, einige Referenten aber auch. Aber allgemein gab es abends und morgen eine fast „erdrückende“ Müdigkeit… Manche übertrieben es aber auch so in den Nächten, dass gewisse männliche Kameraden zusammen in einem Bett aufwachten – zur „Freude“ des Zimmergenossen… Am letzten Tag kamen dann die Prüfungen und wir mussten zeigen, was in uns steckte. Am Morgen Theorie und nachmittags Praxis. Doch, zur Beruhigung aller, haben alle die Theorie, ihre Lehrprobe bestanden  und außer unserem liebevoll genannten „einarmigen Banditen“, der die praktische Prüfung nicht machen konnte, bestanden alle auch die Praxis. Damit würden wir sagen: „Ziel erreicht!“