Nikita Djadin und Abdullatif Tarhan sind neue Bezirksmeister

Geschrieben von Anna Selitz am .

Am 10. Mai fanden in Kamen die Bezirkseinzelmeisterschaften der U12 und U15 der Judoka aus Arnsberg statt. Auch der Selmer JC war mit vielen Judoka vertreten, die sich zuvor durch vordere Plätze auf der Kreismeisterschaft für dieses Turnier qualifiziert hatten.

BEMu12 u15 2015aIn der U 12 startete Paula Autmaring als erste in ihre Kämpfe und konnte sich über einen dritten Platz freuen. Fünf Teilnehmer gingen in ihrer Gewichtsklasse an den Start und Paula konnte zwei der vier Kämpfe gewinnen. Den ersten mit einer schönen Wurftechnik, die sie im Boden mit Haltegriff vollendete, den zweiten Kampf schon nach wenigen Sekunden mit einer Hüfttechnik, Uki-Otoshi, gegen den sich ihre Gegnerin nicht wehren konnte. Auch Paul Czub konnte eine bronzene Medaille erkämpfen. Nachdem er seinen ersten Gegner mit einem zeitlich geschickt angesetzten Konter geworfen hatte, gewann auch er durch Haltegriff. Nur beim Kampf um den Einzug ins Finale musste er sich einem stark angesetzten Hüftwurf seines Gegners geschlagen geben.

Bis 43 kg kämpften Justin Hellmich und Abdullatif Tarhan, die sich beide durch gute Leistungen in der Kreismeisterschaft qualifiziert hatten. Leider erwischte Justin keinen guten Start und direkt einen erfahreneren Gegner. Sein Gegner erwischte in schnell mit einer Technik nach hinten und er konnte an diesem Tag nicht weiterkämpfen. Abdullatif hingegen konnte seine Erfahrung ausspielen und seine ersten zwei Kämpfe schnell für sich entscheiden. Zunächst warf er seinen Gegner mit einem Schulterwurf und gewann vorzeitig, dann musste er sich nochmal anstrengen und den Kampf um den Einzug ins Finale über die ganze Kampfzeit bestreiten. Nach Ablauf der Zeit gab es keinen Sieger, daher mussten die Kampfrichter entscheiden. Alle werteten den Kampf für Abdullatif, weil er aktiver gekämpft hatte. Das Finale war hart umkämpft und Abdullatif konnte trotz anfänglichem Rückstand den Bezirksmeistertitel erkämpfen.

BEMu12 u15 2015b

Bezirksmeister wurde auch Nikita Djadin, dem an diesem Tag kein Gegner die Stirn bieten konnte. Durch schnelle Aktionen und ungewöhnliche Würfe stand er bald im Finale. Den ersten Gegner überraschte Nikita mit einem Tomoe-nage, einer Selbstfalltechnik bei der man den Gegner über sich hinweg wirft, die man bei einem U12 Turnier nicht häufig sieht. Auch sein zweiter Kampf war nach 3 Sekunden mit einer schnell angesetzten Außensichel beendet. Das Finale gestaltete sich jedoch schwieriger. Nikitas Gegner bestimmte durch starke Ansätze die erste Hälfte des Kampfes und lag bald mit einer großen Wertung vorn, doch Nikita drehte den Kampf kurz vor Ende der Kampfzeit zu seinen Gunsten. Ähnlich wie Abdullatif konnte er im Finale mit einem Wurf einen Rückstand ausgleichen und den Titel gewinnen.

Für die Judoka der U15 ging es neben dem Titel auch um die Qualifikation zur Westdeutschen Meisterschaften. Dementsprechend motiviert waren die Judoka und schlugen sich gut. Sarah Simdorn kämpfte in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 52 kg. Sie konnte Kampferfahrungen sammeln, aber noch nicht mit um die ersten Plätze kämpfen, da es ihr erstes Jahr in der Altersklasse ist. Den ersten Kampf musste sie schnell an ihre Gegnerin abgeben, doch im zweiten schlug sie sich besser. Nach ausgeglichenem Start wurde sie dann aber doch besiegt.
Alessa Boettcher konnte sich den dritten Platz in ihrer Gewichtsklasse sichern. Zunächst konnte sie gut mit ihrer ersten Gegnerin mithalten, doch schließlich verlor sie durch Haltegriff. Den zweiten Kampf entschied sie schnell durch Tai-otoshi für sich und konnte sich auch gegen die dritte Gegnerin durchsetzen. Mit einer weiteren Tai otoshitechnik und einer anschließend entscheidenden großen Außensichel. Im letzten Kampf setzte sich Alessa's Gegnerin knapp durch, doch durch den dritten Platz qualifizierte sie sich zur Westdeutschen Meisterschaft. Auch Dimitrij Djadin und Daniel Meisner schafften dies durch gute Platzierungen.
BEMu12 u15 2015cMit 12 Teilnehmern war Dimitrijs Gewichtsklasse bis 50 kg stark besetzt. Im ersten Kampf schlug er seinen Gegner. Nachdem er eine kleine Wertung für einen Wurf erhalten hatte setzte er einen Haltegriff im Boden an, den er 19 Sekunden halten konnte. In der letzten Sekunde gelang es seinem Gegner sich zu befreien. So erhielt Dimitrij einen Wazari, eine hohe Wertung, nicht aber den vorzeitigen Sieg. Doch kurz danach konterte er seinen Gegner und gewann. Im zweiten Kampf gegen einen erfahrenen Gegner schlug sich Dimitrij gut. Die ersten Minuten waren hart umkämpft und beide Judoka zeigten ihr Können. Schließlich setzte sich der Gegner mit einer schönen Wurftechnik durch und Dimitrij kam in die Trostrunde. Dort gewann er seine nächsten drei Kämpfe mit Fleiß und guter Bodenarbeit. Den nächsten Gegner schlug er durch aktivere Kampfweise, danach einen nach Ablauf der Kampfzeit, weil er eine Wertung für einen Haltegriff erhielt und im kleinen Finale seinen Gegner mit einer gut herausgearbeiteten Bodentechnik.

 Aus dem Sankaku-gatame konnte sich sein Gegner nicht befreien und so sicherte sich Dimitrij den dritten Platz.Daniel Meisner gewann ebenfalls die bronzene Medaille. Seinen ersten Gegner schlug er souverän und abgeklärt. Nachdem er sich seinen Griff erarbeitet und seinen Gegner richtig gestellt hatte setzte er eine gute Technik nach vorn an und besiegte den Gegner mit einem direkten Übergang in den Boden. Aus dem anschließenden Haltegriff entkam der Gegner nicht mehr. Danach traf Daniel im Einzug ins Finale auf den stärksten Gegner der Gruppe und bot ihm einen guten Kampf. Während Daniel aktiv Wurfansätze ausprobierte und seinen Gegner lange mit seinen Angriffen beschäftigen konnte, wartete dieser auf Kontermöglichkeiten. Durch einen Gegendreher des Gegners geriet Daniel in Rückstand setzte aber weiter nach, um den Kampf doch noch zu drehen. Doch der Gegner und spätere Bezirksmeister gewann durch Haltegriff. Innerhalb von 40 Sekunden entschied Daniel den Kampf um Platz 3 für sich und wird daher mit Dimitrij und Alessa am nächsten Wochenende in Wickede bei der Westdeutschen Meisterschaft auf der Matte stehen.