Kreisturnier in Lünen

Geschrieben von Jan Zimmermann am .

Der Lüner SV veranstaltete Anfang April ein Judoturnier für die unter 12 und 15 Jährigen. Dieser Einladung folgten auch neun Judoka des Selmer Judo Clubs. Sie kämpften engagiert und konnten so am Ende des Tages 7 Medaillen mit nach Hause nehmen.

KEM_u12Zunächst war die U12 an der Reihe. Hier stellten sich Samantha Fritsch, Kevin Werchau, Sarah Simdorn, Paula Autmaring, Linus Heißler, Nikita Djadin und Abdullatif Tarhan ihren Gegnern aus dem Kreis Unna-Hamm-Dortmund. Für einige Judoka war es das erste Turnier des Jahres und deshalb freuten sie sich nach den Trainingseinheiten und Randoris im eigenen Verein auch mal gegen vereinsfremde Judoka anzutreten. Die Trainer Basaran Tarhan und Anna Selitz feuerten ihre Schützlinge an und waren zufrieden mit den Kämpfen, auch wenn sie nicht immer erfolgreich endeten.

 

Linus Heißler kämpfte bis 31 kg und erwischte eine sehr große Gruppe mit 11 Teilnehmern. Seinen ersten Kampf verlor er nur sehr knapp, weil sein Gegner eine kleine Wertung für einen Wurfansatz erhielt. Im zweiten Kampf steigerte er seine Leistung und erhielt schnell eine kleine Yuko-Wertung. Im Bodenkampf geriet er dann doch in einen Haltegriff des Gegners aus dem er sich gerade noch befreien konnte. Dann aber zeigte er einen schönen Sei-Otoshi, eine Art Schulterwurf, mit dem er seinen Gegner voll auf den Rücken warf und den Kampf somit für sich entschied. Seinen letzten Kampf wurde leider durch einen Kampfrichterentscheid gegen ihn entschieden, weil nach Ablauf der Kampfzeit keiner eine Wertung erzielt hatte.

 

Auch Nikita Djadin hatte viele Gegner in seiner Gewichtsklasse bis 35 kg. Er kämpfte an diesem Tag viermal und konnte drei der Kämpfe für sich entscheiden. Im ersten Kampf überrumpelte er seinen Gegner, drehte ihn um und hielt ihn im Haltegriff und besiegte ihn so vorzeitig. Im zweiten Kampf war es unglaublich knapp. Gegen seinen erfahreneren Kontrahenten konnte er seine Yuko-Führung bis kurz vor Schluss halten. Der  Gegner versuchte alles doch Nikita stieg aus, wich Wurfansätzen aus und konnte auch selbst welche ansetzten. Doch 10 Sekunden vor Ende der Kampfzeit erwischte es ihn leider doch. Mit einem glücklichen Wurf des Gegners musste Nikita diesen Kampf abgeben. Doch die nächsten zwei Kämpfe gewann er deutlich und sicherte sich somit die Bronzemedaille. In nur 10 Sekunden hatte er im dritten Kampf seinen Griff, drehte sich ein und warf Ippon.

In der Gewichtsklasse bis 36 kg kämpfte Paula Autmaring. Weil sie in ihrer Gewichtsklasse  zu viert waren, musste sie dreimal antreten. Den ersten Kampf gewann sie mit einem schönen Tai-otoshi. Diesen warf sie so gut, dass der Kampfrichter ihr einen Ippon gab und sie somit vorzeitig gewann. Im zweiten Kampf musste sie sich mehr anstrengen. Nachdem es hin und her ging konnte ihre Gegnerin einen Konter ansetzten. Im letzten Kampf mit der Gruppenstärksten versuchte sie auszuweichen und ihren Griff zu bekommen, aber leider war diesmal kein Sieg möglich. Insgesamt konnte sie sich aber dank des gewonnenen Kampfes über Bronze freuen.

Sarah Simdorn und Samantha Fritsch waren beide in der Gewichtsklasse bis 40 kg aufgestellt und zeigten auch gute Leistungen. Samantha kämpfte auf Augenhöhe gegen ihre erste Gegnerin. Am Ende der Kampfzeit jedoch mussten die Kampfrichter entscheiden wer gewonnen hatte, weil niemand eine Wertung erhalten hatte. Leider wurde die Gegnerin als aktiver angesehen und gewann. Doch den nächsten Kampf konnte sie mit einer schönen Außensichel gewinnen. Ihren zweiten Erfolg erreichte Samantha im dritten Kampf. Den konnte sie durch einen Haltegriff entscheiden. Etwas Pech im letzten Kampf führte zu einer weiteren Kampfrichterentscheidung, auch diesmal gegen sie. Kampfrichterentscheidungen gegen die Selmer waren an diesem Tag leider häufiger.  Nachdem Sarah Simdorn ihren ersten Kampf mit einem Kaesa-gatame im Boden gewinnen konnte, verlor auch sie ihren zweiten Kampf, weil sie eine Strafe für Inaktivität erhalten hatte. Allerdings konnte sie sich in ihrem letzten Kampf durch eine schnell eingedrehte Tai-Otoshi-Wurftechnik den dritten Platz erkämpfen.

Mit der Kampfrichterentscheidung in seinem letzten Kampf haderte auch Kevin Werchau. Er war zusammen mit Abdullatif Tarhan in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 37 kg angetreten. Für Kevin fing der Kampftag gut an. Schon nach 20 Sekunden besiegte er seinen ersten Gegner mit einer erfolgreichen Sei-Otoshi-Wurftechnik. Doch dann im zweiten Kampf lieferte er sich lange einen harten Kampf mit seinem Gegner, der diesen später durch einen Haltegriff gewann. Im dritten Kampf zeigte Kevin nochmal seine Stärken. Er sammelte Wertungen für gute Ansätze und zeigte einen Morote-Seionage mit dem er wieder gewann. Doch im letzten Kampf stand wieder eine Kampfrichterentscheidung an, die leider gegen Kevin entschieden wurde, obwohl er aktiv mitgekämpft hatte und die Trainer den Kampf vom Mattenrand aus anders bewerteten.

Abdullatif musste sich zwar seinen ersten Sieg erkämpfen, hatte aber insgesamt einen besseren Tag erwischt. Gegen seinen ersten Gegner tat er sich etwas schwer, doch er konnte mit einer Außensichel punkten und die Yuko-Wertung über die Zeit retten. Im zweiten Kampf wollte er unbedingt nach hinten werfen und wurde von seinem Gegner ausgekontert. Zum Glück gewann er dann aber seine zwei folgenden Kämpfe mit starken Sei-Otoshi-Würfen eindeutig. Im dritten Kampf benötigte er für seinen Ippon gerade mal 6 Sekunden. Abdullatif gewann deshalb verdient eine weitere bronzene Medaille.

Nachdem alle Kämpfer der U12 abgeschlossen waren, konnte die U15 starten. Hier hatte der Selmer JC zwei Kämpfer auf der Matte. Während sich Daniel Meisner in der offenen Klasse nur einem Gegner stellen musste, absolvierte Dimitrij Djadin insgesamt vier Kämpfe an diesem Tag in der Gewichtsklasse bis 50 kg.

KEM_u15Daniel machte am Anfang seines Kampfes alles richtig, obwohl er einen größeren und schwereren Gegner hatte konnte er den Kampf aktiv bestimmen. Er sammelte Yuko-Wertungen und hielt seinen Gegner auf Abstand. Doch je länger der Kampf dauerte, umso anstrengender wurde es. Zunächst erhielt Daniel eine Strafe, weil er seinen Gegner blockierte. Daraufhin setzte Daniel eine schöne Außensichel an, die ihm eine große Wertung einbrachte. Leider konnte er dem darauf folgenden Haltegriffs seines Gegners, der die Situation geschickt ausnutzte, nicht mehr lösen. So belegte Daniel den zweiten Platz.

Dimitrij trat erstmals in der Gewichtsklasse bis 50 kg an und schlug sich dort sehr gut. Obwohl die Gegner etwas größer und schwerer waren, konnte er drei seiner Kämpfe gewinnen. Im ersten Kampf gelangen ihm gute Tai-otoshi-Ansätze und er punktete damit mehrfach, um den Kampf im Boden zu entscheiden. Nach 22 Sekunden war der zweite Kampf beendet. Gegen den guten Tani-Otoshi konnte der Gegner nichts ausrichten. Der dritte Gegner gewann seine Kämpfe alle innerhalb weniger Sekunden, auch Dimitrij konnte sich nur einigemal aus dem starken Griff befreien bevor auch er geworfen wurde. Im letzten Kampf zeigte Dimitrij, dass er der eindeutig zweitstärkste der Gruppe war. Schnell brachte er seinen Gegner in die Bodenlage und hielt Mune-gatame. Mit der Silbermedaille gewann er die siebte Medaille für den Selmer Judo Club an diesem Turniertag in Lünen, an dem die Trainer, Eltern und Zuschauer viele aufregende Kämpfe sahen.